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Sonnenschutz - für einen entspannten Urlaub

PRAXIS für PRÄVENTIONSMEDIZIN
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Sonnenschutz - für einen entspannten Urlaub

Praxis für Präventionsmedizin
Veröffentlicht von Dr. Adrian Kleemann in Sonnenschutz · Sonntag 28 Jun 2026 · Lesezeit 4 Minuten
Tags: Sonnenschutz
Sonnenschutz
 
Hautkrebs ist der Oberbegriff für eine Vielzahl von bösartigen Veränderungen der Haut. Das maligne Melanom, auch als „schwarzer Hautkrebs“ bezeichnet, stellt die aggressivste und gefährlichste Art dar und sorgt für die meisten Todesfälle durch Hautkrebs. Die Zahl der Hautkrebsfälle in Deutschland ist stark im Steigen; nach Statistiken der Deutschen Krebshilfe haben sich die Neuerkrankungsfälle in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Im Jahr 2016 erkrankten gemäß dem Krebsregister des RKI ca. 23.200 Menschen in Deutschland.

 
Risiken:
 
Eine Hauptgefahr für Hautkrebs aller Art stellen Solarien dar. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, erhöht sich nach einmaligem Solariumbesuch um 20%. Wer einmal in der Woche sonnt, hat sein Risiko nach einem Jahr bereits verdoppelt. Doch auch das natürliche Sonnenlicht schädigt die Haut und lässt diese altern. Gebräunte Haut altert schneller, da das UV-Licht die elastischen Fasern der Haut angreift und „Cellulitis“ begünstigt. Patientinnen, die regelmäßig „bräunen“, sehen oft mit 30 Jahren schon deutlich älter aus!

 
Ein einzelner Sonnenbrand führt in jeder einzelnen Hautzelle zu rund 100 000 (!) Schädigungen an der Erbsubstanz (DNS). Wenn vom Körper nicht alle Schädigungen repariert werden können, führt dies zu Mutationen und im schlechtesten Fall zu Hautkrebs. UV-Licht schädigt neben der Haut auch die Augenlinse und begünstigt die Entstehung des „grauen Star“.

 
Prävention:
* Zeitbegrenzung:
Direkte Sonneneinstrahlung - wann immer möglich - meiden! Zur Vitamin-D-Produktion der Haut reicht normales Tageslicht völlig aus.

 
* Sonnenschutz:
Schatten oder Sonnenschirme bieten KEINEN kompletten UV-Schutz. Gerade am Meer erhalten Sie die UV-Dosis auch durch „Streustrahlung“. Auch unter Wasser besteht kein UV-Schutz: in 1 Meter Wassertiefe beträgt die Intensität der UV-B-Strahlung noch immer 50%.  

Übrigens: Sonnencreme benötigt rund 30 Min., um  einen adäquaten Schutz zu erzielen!
 

Empfehlung:
 
* Sonnenbäder in der Mittagssonne (11-15 Uhr) meiden.
*  Sonnencreme großzügig und rechtzeitig (mind.  30 Min. vorher) auftragen und regelmäßig wiederholen (nach dem Baden !).
 
* Babys und Kleinkinder unter 3 Jahren niemals direkt der     Sonne aussetzen. Mittlerweile sind Textilien mit UV-Blocker erhältlich.
* Berücksichtigen Sie Ihre individuelle Eigenschutzzeit (vom Hauttyp abhängig).
 
* Nutzen Sie protektive Maßnahmen (Sonnencreme mit hohem LSF, schützende Kleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille).
* Nehmen Sie im Herbst (Sept./Okt.) an unserem Hautkrebs-Screening teil. —> Untersuchung aller Hautpartien
   (inkl. Kopfhaar, Schleimhäute) mit Hilfe eines Hautmikroskopes (Dermatoskop).

Hauteigenschutzzeit:
Zeitspanne in der Sonne mit ungeschützter Haut, ohne die Gefahr eines Sonnenbrandes
(Hauteigenschutzzeit x LSF = max. Bestrahlungsdauer)

Kinderhaut        
extrem große Sonnenbrandgefahr; jeder Sonnenbrand zahlt aufs Konto "Hautkrebs" ein...    max. 5 Min.

Extrem empfindlich (Typ I)
Sehr helle Haut, Sommersprossen, blondes bis rotes Haar, größte Sonnenbrandgefahr   
max. 5-10 Min.

Sehr empfindlich (Typ II)
Helle Haut, zu Sommersprossen neigend helle Haare, große Sonnenbrandgefahr      
max. 10-20 Min.

Empfindlich (Typ III)
Leicht getönte Haut, blondes bis brünettes  Haar, mäßige Sonnenbrandgefahr    
max. 20-30 Min.

Weniger empfindlich (Typ IV)
Vorgebräunte bis dunkelbraune Haut, dunkle Haare, geringe Sonnenbrandgefahr       
max. 30-40 Min.
 

Rechtzeitig eincremen!
Personen des Hauttyps I-III sollten mindestens 30-45 Min. vor einem Sonnenbad das Sonnenschutzprodukt großzügig auftragen!

Es muss nicht die teuerste Sonnencreme sein. Untersuchungen von Stiftung Warentest und Ökotest zeigen immer wieder, dass hochpreisige Produkte von renommierten Herstellern teilweise mit mangelhaft abgewertet werden. Beim letzten Test von Stiftung Warentest (07/2026) haben von 23 getesteten Sonnenschutzmitteln immerhin fünf Produkte die angegebenen Schutzwerte nicht erreicht. So erreichte das Sonnenschutzmittel von Bübchen nicht den versprochenen Lichtschutzfaktor; ein anderes Produkt bot keinen ausreichenden UVA-Schutz; die Produkte wurden mit mangelhaft bewertet und sollte nicht verwendet werden. In mehreren Produkten wurden gefährliche Weichmacher entdeckt.

Wie schon bei früheren Untersuchungen erreichen auch günstige Produkte sehr gute Werte. Das Sonnenspray von Lidl (Cien Sun Kids Sonnenspray) gehörte zu den besten Produkten im Test und ist mit einem Preis von € 2,60 / 100ml zudem sehr günstig.

 
 



Dr. Adrian Kleemann

Praxis Petersberg                 Praxis Schauenburg
Kreuzgrundweg 1                             Werrastr. 11
36100 Petersberg                              34270 Schauenburg

Kontakt:                                      Tel   0661 - 410 95 7 95
eMail:                                           praxis@praxis-kleemann.de


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